Was ist dran am echten Dirndl?
Woran erkennt man oder spürt man gewachsene Tradition?

Dazu ein Interview mit Hans Köhl:

In Zusammenhang mit Tracht sprechen Sie häufig von Nachhaltigkeit. Was meinen Sie damit?

"Ich meine, dass es höchst an der Zeit ist, zum Wohl künftiger Generationen verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umzugehen. Unsere Salzburger Trachten sind geradezu ein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit. Heimische Dirndl, Lederhosen und Festtrachten sind ja alles andere als  Wegwerfprodukte. Sie werden liebevoll behandelt, immer wieder instandgesetzt oder neu kombiniert. Nicht selten werden sie auch der nächsten Generation vererbt. Die Fertigung und somit die Wertschöpfung liegen zur Gänze im unserem Land. Damit werden Arbeitsplätze erhalten und weite, umweltbelastende Transportwege vermieden. Das ist für mich sinnvoll gelebte und noch dazu äußerst charmante Nachhaltigkeit."

Was unterscheidet ein Heimatwerk-Dirndl von einem, nennen wir es salopp Diskont-Dirndl?

"Unsere Heimatwerk-Dirndl werden mit viel Handarbeit ausschließlich in Österreich  gefertigt. Dass wir dafür nur natürliche Materialien wie Baumwolle, Naturleinen oder Reinseide verwenden, versteht sich von selbst. Alle unsere Lieferanten haben sich bereits vor Jahren verpflichtet, die Stoffe auf gesundheitliche Unbedenklichkeit und Hautverträglichkeit prüfen und zertifizieren zu lassen. Wir sind jetzt drauf und dran, unseren Kunden den Weg vom Ursprung der Faser bis zum heimischen Kleiderschrank nachvollziehbar zu machen."

Und Diskont-Dirndl?

"„Dirndl“ aus Billiglohnländern werden im Gegensatz zu unseren Heimatwerk-Dirndln meist unter für unsere Verhältnisse menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen produziert. Bevorzugtes Material ist Polyester, welches in Chemiefabriken aus Erdöl hergestellt wird. Abgesehen davon, dass man in dem Zeug entsprechend transpiriert und duftet, wird bei der Erzeugung doppelt so viel Energie verbraucht wie z.B. bei Baumwolle. Wir erleben, und davon können die Hautärzte ein Lied singen, einen rasanten Anstieg von Allergien bis hin zu Neurodermitis. Vielfach liegt die Ursache bei schadstoffbelasteten, nicht zertifizierten  Textilien aus Billiglohnländern. Daran empfehle ich zu denken, wenn man oft vorschnell zu „Billig“ greift."

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