40 + 1 Jahr Rupertikirtag: Ein Volksfest im Zeichen der Tradition

Einblicke & Rückblicke: 4+1 Fragen an einen, der es wissen muss...

Bei jedem Ruperti-Kirtag gibt es einen Hans-Wurst, der auf den Bühnen der Altstadt das Publikum unterhält. Weniger bekannt ist, dass es auch hinter den Kulissen einen Hans-Dampf-in-allen-Gassen braucht, der für den reibungslosen Ablauf des Volksfestes sorgt. Schon Monate vor der Veranstaltung, die jährlich an die 200.000 Besucher anlockt, startet die Planung. Wir haben Andreas Heit, Projektleiter beim Altstadt Marketing Salzburg, getroffen und ihn bei einer kurzen Verschnaufpause auf der Parkbank interviewt:

Was reizt Sie besonders an der Planung des Rupertikirtags?
Der Rupertikirtag ist für die Salzburger DAS Volkfest schlechthin. Er ist generationsübergreifender Treffpunkt für Menschen unterschiedlichsten Alters, Herkunft und sozialer Schicht. Eines aber verbindet sie alle und das ist ganz eindeutig die Tracht - zu keinem anderen Zeitpunkt des Jahres findet man in Salzburg so viele fesche Madeln und Buam in Dirndl und Lederhose. Ein Fest zu organisieren, das so breitenwirksam begeistert, ist für mich natürlich ein besondere Freude.

Und worauf haben Sie bei der Planung besonderen Wert gelegt?
Ganz eindeutig auf Qualität und Regionalität! Wir achten wirklich sehr darauf, diesem Anspruch konsequent gerecht zu werden. Für die Kulinarik bedeutet das zum Beispiel, dass wir bei den Ständen bevorzugt Produkte Salzburger Betrieben anbieten. Und bei den Rummelplätzen setzen wir auf historische Fahrgeschäfte mit nostalgischem Flair - neumodische High-Tech-Geräte mit aufdringlichen Elektro-Sounds passen einfach nicht in das Bild des Ruperti-Kirtags. Außerdem werden wir am Alten Markt einen Handwerksmarkt installieren auf dem bis zu 25 Handwerksbetriebe aus Salzburg ihre Produkte präsentieren

Als Mitorganisator des Rupertikirtags stehen Sie zusammen mit Ihrer Tracht natürlich im Fokus. Umso mehr freut es uns, dass Sie sich für eine Lederhose aus dem Salzburger Heimatwerk entschieden haben. Was hat Sie dazu veranlasst?

Das Salzburger Heimatwerk gilt in Salzburg ja als Institution wenn es um Brauchtumspflege geht. Ich war auf der Suche nach einer Lederhose, die Geschichte ausstrahlt, regional hergestellt wurde und mich ein Leben lang begleitet. Dabei bin ich im Salzburger Heimatwerk fündig geworden und habe auch gleich ein paar handgestrickte Stutzen dazu genommen.


Welche Highlights sollte man beim heurigen Ruperti auf keinen Fall verpassen sollte? 
Da gibt es einige aber für Trachtenfreunde ist sicherlich die Wahl zum Ruperti-Dirndl und Ruperti-Bua am 21. September um 19:30 Uhr ein Pflichttermin. Auch die feierliche Eröffnung des Rupertikirtags am 20. September um 12 Uhr mit der Salzburger Bürgergarde oder die musikalischen Auftritte der "Schrägen Heimat" sind sehr stimmungsvolle Glanzpunkte. Und natürlich das große Feuerwerk am 24. September um 20:45 Uhr, das zum Abschied Salzburgs Himmel in ein Lichtermeer taucht.

Woher rührt eigentlich die Tradition des Ruperti-Kirtags?
Historisch gesehen ist das Markttreiben aus der Zusammenkunft aller Stände und Steuerpflichtigen im Erzbistum Salzburg zum Zahltag am 24. September - dem Rupertitag - entstanden. Bauern verkauften ihre Produkte, Handwerker boten ihre Werkstücke feil, Artisten und Strassenkünstler stellten sich zur Schau. Alle hatten nur ein Ziel: Geld zu verdienen um damit Steuern und Schulden zu bezahlen. Schenkt man Historikern Glauben so geht die St. Rupertus Dult bis in 12. Jahrhundert zurück.


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Rupertikirtag 2017: Die Highlights auf einen Blick

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