Tracht & Design

Wohlfühlen in Heimatwerk-Qualität

Tracht

Maßschneiderei

Handarbeit mit viel Liebe und Hingabe zum Detail – einzigartig!

Flinke Finger mit Nadel und Zwirn
Es ist immer wieder ein ganz besonderer Augenblick, wenn eine Kunde voll Freude ihr maßgefertigtes Kleidungsstück in unserem Maß - Atelier abholt.

Vor den Vorhang
Das Maß-Atelier gibt es bereits seit Jahrzehnten und wir können über Aufträge nicht klagen. Aber es liegt ein wenig versteckt im ersten Stock unseres Hauses, deshalb heute – vor den Vorhang - die kleine, aber feine Werkstätte, geführt von Meisterin Birgit Wögerer, ihrer Kollegin Eva Stadler und dem flinken Lehrling Agnes Schweighofer. Wenn sich die Aufträge stapeln, wird Verstärkung vom Verkauf geholt - viele unserer Fachberaterinnen sind ja auch ausgebildete Damenkleidermacherinnen und spezialisiert auf Trachtenbekleidung.

Alles, was Frau begehrt
Hier wird alles gefertigt, von ausgefallenen Designermodellen, Hochzeits- und Festtrachten aus dem ganzen Alpenraum über Dirndlkleider in allen Spielarten bis hin zu Kleider, Jacken und Blusen -  einfach alles, was Frau oder Fräulein begehrt. Es ist jedes Mal ein besonderes, kommunikatives Erlebnis zwischen Meisterin und Kundin, wenn sie gemeinsam ein Unikat entwickeln, ganz den Wünschen und Vorstellungen der Trägerin entsprechend.

Ein Blick über die Schulter
Besuchen Sie unsere Trachtenschneiderinnen im 1. Stock, sie freuen sich und geben auch gerne Auskünfte und Ratschläge, wenn Sie ihnen bei der kniffligen Handarbeit über die Schulter blicken.

Stoffe

Zum Fühlen und Anfassen, für jeden Geschmack

Unsere Stoffe sind sauber!
Seit geraumer Zeit werden wir verstärkt nach dem „ökologischen Fußabdruck“ bzw. der „sozialen Verantwortung“ bei den von uns angebotenen Textilien, vor allem bei der Meterware gefragt. Wir freuen uns darüber, denn diese strengen Qualitätskriterien sind bei uns schon lange selbstverständlich.

Strenge Vorgaben
Alle unsere Stofflieferanten müssen schriftlich bestätigen, dass ihre Stoffe nach einer Qualitätsnorm zertifiziert sind, keine bedenklichen Düngemittel für den Anbau verwendet werden, keine Kinder zur Produktion herangezogen werden, die Ausrüstung und Stofffarbe auf gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft ist, die Produktion nach einem nachhaltigen Nutzungsprinzip erfolgt und einiges mehr.

Qualität oberstes Prinzip
Andere Lieferanten kommen für uns nicht in Frage! Es ist uns nicht egal, was Sie am Körper tragen. Solche Qualitätskriterien sind für uns selbstverständlich, ohne viel darüber zu reden.

Seide - das gewisse Etwas

Dieses kostbare Material wird seit über 4500 Jahren aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnen. Für einen Kilogramm Seidenfaden werden rund 12.000 Kokons benötigt. Diese einzige in unserer Natur vorkommende Endlos-Faser besteht hauptsächlich aus Protein. Bereits zur Römerzeit wurde reger Fernhandel mit fernöstlicher Seide betrieben. Es dauerte jedoch rund eineinhalb Jahre, bis chinesische Seide die römischen Häfen an der Mittelmeerküste erreichten. Ab dem 12. Jh. etablierten sich auch in Europa Zentren der Seidenproduktion auf Sizilien und Kalabrien. Bozen wurde zu einem wichtigen Handelsplatz für kostbare Seidenstoffe.

Seidengewebe haben durch unterschiedliche Webverfahren und Behandlungen besondere Fachbezeichnungen wie Taft, Satin, Brokat, Damast, Chiffon, Duchesse, Jacquard, Georgette, Organza u.a.m.

Wir vom Heimatwerk sind stolz auf unsere Kunden, die einen hohen Qualitätsanspruch auf 100% reine Naturseide haben. „Halbseidene Stoffe“ mögen ihre Vorteile beim Pflegeanspruch haben, aber der besondere Griff und das unverwechselbare Rauschen reiner Seide sind durch kein Gewebe zu ersetzen. Unsere Reinseidenstoffe werden größtenteils von einem seit 1836 bestehenden traditionsreichen Wiener Seidenweber gewebt. Sein größtes Kapital sind die wertvollen alten Musterbücher, aus denen immer wieder neue Trachtenstoffe entstehen, unvergleichlich, berauschend schön.

Pflegetipps:

Naturseide vorsichtig mit der Hand unter Verwendung milder Seifen oder Seidenreinigungsmittel waschen. Eventuell einen Teelöffel Weinessig beifügen, um alle Seifenrückstände restlos zu entfernen. Nicht auswringen, bügeln auf der linken Seite bei 130-160 Grad. Chemische Reinigung bei spezialisierten Firmen möglich. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, da die Farben u.U. verblassen.

Baumwolle - traditionelle Naturfaser

Baumwolle – traditionelle Naturfaser

Mit einem weltweiten Anteil von rund 75% hat die Baumwolle bei der Erzeugung von Textilfasern längst die Nase vorn. Die ältesten Belege für Baumwolle sind rund 6000 Jahre alt und wurden in Indien gefunden. Alexander der Große brachte die Baumwolle von Indien nach Rom. Sie wurde wegen ihrer strahlend weißen Farbe und der Gewebefeinheit zu einem begehrten Luxusimportartikel. Ihren großen Aufschwung in unseren Breiten nahm die Baumwolle jedoch erst im beginnenden 19.Jh. im Verlauf der industriellen Revolution. Sie verdrängte zusehends die ursprünglich dominierenden Materialien Wolle und Leinen. Baumwolldrucke mit traditionellen und auch neu interpretierten Modelmustern und bunten Farben prägen heute das farbenfrohe Dirndlbild.

Es ist gut, dass wir heutzutage immer sensibler auf Umweltbelastungen werden und Produktionen, so auch die der Baumwolle hinterfragen. Um die Jahrtausendwende wurden weltweit 11% des Pestizidmarktes zur Bekämpfung von Baumwollschädlingen, vor allem des Baumwollkapselkäfers  verwendet. Auch der Wasserverbrauch ist problematisch zu sehen. Bis zu einem fertigen T-Shirt können unter ungünstigen Bedingungen bis zu 2000 Liter Wasser verbraucht werden.

Heute setzen Biobauern, Händler und vor allem Konsumenten verstärkt auf ökologischen, nachhaltigen Baumwollanbau. So auch wir im Heimatwerk, wo wir bei den Trachtenstoffen grundsätzlich strenge, gentechnikfreie und mit Nachhaltigkeit zertifizierte Qualitätskriterien Baumwollstoffe anbieten und mit Nachdruck GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle einfordern.

Leinen - altbekanntes neu entdeckt

Leinen – altbekanntes neu entdeckt

Leinen, dieses wunderbare Material begleitet uns Menschen seit langer Zeit. Die älteste, aktuell nachweisbare Flachsverarbeitung  ist rund 28.000 Jahre alt. Römer, Ägypter, Griechen und unsere alpenländischen Vorfahren verwendeten  Leinen für Kleidung, für Haus- Tisch- Bettwäsche und eine Vielzahl anderer Gebrauchsmöglichkeiten. Leinen hat im Gegensatz zu Wolle schmutzabweisende Eigenschaften, ist flusenfrei, von Natur aus bakteriozid und fast antistatisch. Handgewebtes Leinen wird heute wie ein kostbarer Schatz gehütet. Wenn man sich in Erinnerung ruft, wieviel Arbeit dahintersteckte, bis vom Flachs am Feld über garen, brecheln, hacheln und spinnen endlich ein Garn zum Tuchweben am hölzernen Webstuhl bereit war, weiß man dieses kostbare Material zu schätzen.Wir können m Heimatwerk immer noch schönes Handwebeleinen anbieten. Unser Tipp: Anschauen, mit den Händen „begreifen“ und fühlen!

Flachs bzw. das daraus gewonnene Leinen ist die einzige Naturfaser, die in kontrolliert biologischer Qualität aus heimischem, westeuropäischen Anbau am Markt ist. Deshalb ist unsere Bioleinen-Bettwäsche heißbegehrt und Leinen für Dirndlkleider seit eh und je beliebt.

Paisley Muster - das Geheimnis

DAS GEHEIMNIS VOM PAISLEY-MUSTER

Es schmeichelt auf Schals oder Tücher, wird zu kostbaren Bekleidungen verarbeitet oder als Überwurf für Fauteuils verwendet

Napoleon war schuld

1799 soll Napoleon luxuriöse indische Kaschmirtücher (aus dem leichten, feinen Unterhaar der Kaschmirziege)von einem Ägyptenfeldzug mit nach Hause gebracht haben. Um 1820 kommen die großformatigen Umschlagtücher mit ihren typischen Palmettenmustern in Mode, Lyon du Paris werden zu führenden Zentren innereuropäischer Produktion. 

Schottische Intelligenz

In der schottischen Ortschaft Paisley werden nach der Erfindung von mechanischen Jacquard-Webstühlen bald darauf „Shawls“ in großem Stil als Massenware hergestellt. „Paisley-Tücher“ werden so zum Synonym für die tropfenförmig ausgezogenen Kaschmir-Muster. Die kostbaren Gewebe aus Wolle und Seide im begehrten Paisley-Muster sind seit dieser Zeit in Mode, nach wie vor bei Alt und Jung heiß begehrt.

 

Damen

Unglaublich anziehend

Die Heimatwerk – Damenkollektion hat einen ganz besonderen Charme. Typische Salzburger Dirndln und edle Festtrachten werden ausnahmslos  in kleinen Stückzahlen im eigenen Haus gefertigt. So kann man darauf vertrauen, dass bei einem besonderen Anlass nicht gleich mehrere Damen mit demselben Modell erscheinen.  Tracht ist im Heimatwerk aber weit mehr. Kecke Dirndlröcke, anziehende Blusen, flauschige Strickwaren, die wieder total „in“ sind, edle Jacken, Schuhe, Hüte uvm - am besten vorbeischauen und gemütlich gustieren.

Das Dirndl

WAS IST DRAN AM ECHTEN?

Woran erkennt man oder spürt man gewachsene Tradition? Dazu ein Interview mit Hans Köhl:

 

In Zusammenhang mit Tracht sprechen Sie häufig von Nachhaltigkeit. Was meinen Sie damit?

Ich meine, dass es höchst an der Zeit ist, zum Wohl künftiger Generationen verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umzugehen. Unsere Salzburger Trachten sind geradezu ein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit. Heimische Dirndl, Lederhosen und Festtrachten sind ja alles andere als  Wegwerfprodukte. Sie werden liebevoll behandelt, immer wieder instandgesetzt oder neu kombiniert. Nicht selten werden sie auch der nächsten Generation vererbt. Die Fertigung und somit die Wertschöpfung liegen zur Gänze im unserem Land. Damit werden Arbeitsplätze erhalten und weite, umweltbelastende Transportwege vermieden. Das ist für mich sinnvoll gelebte und noch dazu äußerst charmante Nachhaltigkeit. 

 

Was unterscheidet ein Heimatwerk-Dirndl von einem, nennen wir es salopp Diskont-Dirndl?

Unsere Heimatwerk-Dirndl werden mit viel Handarbeit ausschließlich in Österreich  gefertigt. Dass wir dafür nur natürliche Materialien wie Baumwolle, Naturleinen oder Reinseide verwenden, versteht sich von selbst. Alle unsere Lieferanten haben sich bereits vor Jahren verpflichtet, die Stoffe auf gesundheitliche Unbedenklichkeit und Hautverträglichkeit prüfen

und zertifizieren zu lassen. Wir sind jetzt drauf und dran, unseren Kunden den Weg vom Ursprung der Faser bis zum heimischen Kleiderschrank nachvollziehbar zu machen.

 

Und Diskont- Dirndl?

„Dirndl“ aus Billiglohnländern werden im Gegensatz zu unseren Heimatwerk-Dirndln meist unter für unsere Verhältnisse menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen produziert. Bevorzugtes Material ist Polyester, welches in Chemiefabriken aus Erdöl hergestellt wird. Abgesehen davon, dass man in dem Zeug entsprechend transpiriert und duftet, wird bei der Erzeugung doppelt so viel Energie verbraucht wie z.B. bei Baumwolle. Wir erleben, und davon können die Hautärzte ein Lied singen, einen rasanten Anstieg von Allergien bis hin zu Neurodermitis. Vielfach liegt die Ursache bei schadstoffbelasteten, nicht zertifizierten  Textilien aus Billiglohnländern. Daran empfehle ich zu denken, wenn man oft vorschnell zu „Billig“ greift.

 

Herren

Auch Männer lieben das Individuelle

Männerwünsche zu erfüllen bereitet unseren Fachberaterinnen besonderen Spaß. Denn der Mann von heute liebt beides - klassische Tracht mit Stil, aber auch jugendliche, flippige Kombinationen. Von der edlen Lederhose aus heimischem Rotwild zur lässigen Leinen-Trachtenjean, vom eleganten Salzburger-Anzug zum sportlichen Sakko, von coolen Gilets und urigen Strickwesten , die beide übrigens  immer beliebter werden, von Haferlschuhen bis zu Sneakers, alles ist bei den Herrentrachten irgendwie edel, wertig und etwas Besonderes.

Die Lederhose

VON HIRSCHLEDERNEN UND WILDBÖCKEN

Wie Männer oft gedankenlos in eine Lederhose, ihre quasi zweite Haut schlüpfen. Ein Interview mit Hans Köhl

Ist eine Lederhose nicht einfach immer dasselbe?

Wie bei den Dirndln gibt es auch bei Lederhosen gewaltige Qualitätsunterschiede. Wir im Heimatwerk führen Lederbekleidung  aus heimischem, sämisch gegerbtem Rotwildleder. Die schonende Fettgerbung mit Tran erfolgt bekanntlich unter strengen Umweltauflagen. Das Sämischleder ist besonders weich, schweiß- und alkalibeständig und hat auch eine anti-allergene Wirkung. Die Verarbeitung zu „echten“ Salzburger Lederhosen mit Tellernaht und aufwändigen Stickarbeiten, aber auch zu anderen Modellen erfolgt ausschließlich in Österreich.

 

Aber die vielen Lederhosen am Markt, sind die alle von hier?

Nein, leider nicht. Seit geraumer Zeit werden, sehr zum Leidwesen der heimischen Säckler auch in Pakistan, Indien oder Sri Lanka sogenannte Salzburger Lederhosen und unzählige andere Modelle in Lederfabriken durch die Fertigungsstraßen gejagt. Meist wird dafür  Ziegenleder, im Fachjargon „Wildbock“ oder auch Schweineleder verwendet. Wie in diesen Ländern oft noch gegerbt wird, da kann man nur sagen, guten Appetit! Das Material (für eine Hose 3 Ziegenhäute)  kostet in diesen Ländern rund 30 Euro und eine gute Näherin kommt im Monat auf umgerechnet rund 90 Euro Lohn. Ja, das werden dann, zu Tausenden importiert, die „echten“ Lederhosen für unsere Einheimischen. Ich bin überzeugt, wenn man ein wenig darüber nachdenkt, wird man lieber zu heimischer Qualität greifen und diese mit entsprechendem Stolz ein Leben lang tragen.

 

Kinder

Unsere Trachten-Spielwiese für die Kleinen

Nicht nur dass sich die kleinen in unserer Spielecke pudelwohl fühlen, sie tun es auch herzigen Trachtenkombinationen für Kinder. Ob ein herziges Dirndl gleich wie die Mama oder ein schneidiges Gwand für den Junior, das Heimatwerk Kindergwand macht allen Freude und Spaß – denn Jungen und den Erwachsenen.

So finden Sie uns

Salzburger Heimatwerk eG
Residenzplatz 9
A-5010 Salzburg

+43 662 844 110
sbg@heimatwerk.at

Öffnungszeiten
Montag - Freitag: 9.00 bis 18.00 Uhr
Samstag: 9.00 bis 17.00 Uhr

Samstage im Advent:
9.00 bis 18.00 Uhr

08. Dezember:
10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

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